Der Mixxer – Die Rückkehr

Er hat die Öffentlichkeit belogen, Opfer und Zeugen eingeschüchtert und bis zuletzt wohl nicht begriffen, wie seine christlichen Brüder ihn so aus dem Amt jagen konnten.

In einer Nervenheilanstalt hat der Bischof dann seine Fassung wiedergefunden. Das altmodische Wort passt übrigens viel besser als die psychiatrische Klinik, denn in einer solchen Anstalt sitzen die, denen die Rolle des mabusemäßigen Bösewichts steht. Kirchenvertreter nannten es übrigens einen „ersten wichtigen Schritt“ und wünschten scheinheilig „weiter gute Genesung“.

Nun gut, die ist jetzt abgeschlossen, jetzt kommt Schritt zwei, und der ist noch viel wichtiger.

Ich denke, er hat die Zeit genutzt, viel mit Gott und der Welt gehadert (ja, warum nicht auch mit Gott, hat Gott irgendwas verhindert?) und bereitet nun seine Wiederkunft vor, denn der Gerechte muss zwar viel erdulden, möchte am Ende aber den Lohn dafür kassieren und leider noch in dieser Welt wieder mitmixxen.

Was für ein Szenario! Ich muss gestehen, ich wäre gern dabei gewesen. Was geht im Kopf eines solches Mannes vor, was sind das für aberwitzige Welten?

Hätte sich allerdings ein Bühnenautor à la Thomas Bernhard eine solche Story ausgedacht, wären wohl selbst gutwillige Kritiker nur angenervt gewesen: „Ach, lass mal gut sein, Meister. Ein Bischof in der Klapse? Alt, alt.“

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