Die neuen Desaparecidos

Sicher ist sicher. Auf diesem Bildnis des ollen Quadratschädels hat der Künstler den Propheten im Abstrakten verschwinden lassen. (Mohammed im Stil von Piet Mondrian, evil nickname / flickr unter CC-BY-SA2.0)

Verschwindenlassen, unter diesem seltsamen Schlagwort existiert bei Wikipedia ein eigener Eintrag.

Vielleicht wird man den zugehörigen Artikel demnächst um einen Aspekt erweitern müssen. Sollte sich nämlich erweisen, dass man heutzutage keine Todesschwadronen mehr braucht, sondern lediglich eine simple Morddrohung, vulgo Todesfatwa, um missliebige „islamophobe“ Intellektuelle ein für allemal aus dem Verkehr zu ziehen.

Aber endlich greifen auch größere Medien wie die FAZ das Schicksal der amerikanischen Künstlerin Molly Norris auf. Die Zeitung stellt schon eingangs die richtige Frage:

Ist es Schockstarre, Lethargie oder Verdrängung? In Seattle im Bundesstaat Washington ist seit der vergangenen Woche die Karikaturistin Molly Norris verschwunden. Es werden nicht nur ihre Arbeiten in der alternativen Wochenzeitschrift „Seattle Weekly“ nicht mehr gedruckt. Molly Norris gibt es nicht mehr, buchstäblich: Eine Frau dieses Namens hat aufgehört zu existieren. Andernfalls hätte sie mit ihrer Ermordung rechnen müssen.

Todes-Fatwa: Molly Norris gibt es nicht mehr – Themen – Feuilleton – FAZ.NET.

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