Friedensnobelpreis an Liu Xiabao: Der Stuhl bleibt leer

Friedenspreisträger Liu Xiaobo – Der Preiskampf: Konfuzius gegen Nobel – Politik – sueddeutsche.de.

Nur folgerichtig scheint es da [für den Folterstaat China], selbst einen Friedenspreis aufzulegen – jenen „Konfuzius-Friedenspreis“, der sogleich zum ersten Mal verliehen wurde. Auf Nachfrage erklärte der Leiter des Nobel-Komitees Jagland, es sei jedem selbst überlassen, einen Friedenspreis zu stiften. „Ich heiße Wettbewerb stets willkommen“, sagte Jagland, allerdings nicht ohne ein feines Lächeln.

Es wird nichts nützen, denn was kann schon anderes dabei herauskommen als ein schlechter Witz? Außerdem haben es andere auch schon versucht, zum Beispiel der libysche Diktator Gaddafi mit seinem international hochgeachteten „Muammar-Gaddafi-Preis für Menschenrechte“. Yep, you’ve heard right. Für Menschenrechte.

Diesjähriger Gewinner war übrigens die türkische Regierungsspitze und diplomatische Kanone Recep Tayyip Erdogan.

Da erschauert die Welt, und selbst Konfuzius im Grabe dürfte das feine Lächeln vergehen.

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