Nichtsdesto

Manchmal sehe ich mich als schimpfenden alten Sack enden. Ein schimpfender alter Sack hat bewährte Grundsätze, anhand derer er die Welt bewertet, wesentlich Neues kommt eigentlich nicht hinzu.

Einer dieser Grundsätze betrifft das ubiquitäre Wort „nichtsdestotrotz“. An der Verwendung dieses Wortes (das im Wahrig empörenderweiser längst gleichberechtigt neben „nichtsdestoweniger steht) verläuft für mich die Grenze zwischen intelligentem Leben und Hohlprinte. Wer heute Abend Frau Maischberger im Gespräch mit Helmut Schmidt gesehen hat, weiß, was ich meine.

Aber es gibt sie noch, die guten Dinge, zum Beispiel in diesem Artikel von Bernd Zeller. Man erschrickt fast vor Freude über die letzten guten Männer, die tatsächlich „nichtsdestoweniger“ schreiben.

Die Achse des Guten: Kult.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s