Press This: Macht die Bücher teurer!


Die festangestellten Edelfedern der großen Feuilletons finden an der Situation in den freien Kulturberufen normalerweise wenig auszusetzen, zumal im eigenen Haus oft ähnlich ausbeuterische Verhältnisse herrschen wie in den Buchverlagen.
Ausriss: Honorarspiegel für freie Journalisten. (Quelle: journalismus.com) Beruhigend immerhin die Versicherung der Seitenbetreiber: „Sie brauchen nichts zu befürchten, wenn sie hier [bei dieser Honorar-Umfrage] mitmachen.“

Macht die Bücher teurer! – jetzt.de – Kultur.

Derselbe Artikel erschien tags darauf auch im Feuilleton der SZ-Printausgabe.

Darin macht sich Redakteur Lothar Müller einmal mehr Gedanken über die angemessene Vergütung für literarische Übersetzungen.

Und kommt zu einem wenig überraschenden Ergebnis. Um den Übersetzern zu helfen, müsste man entweder den Autoren (durch Einbußen im Lizenzgeschäft) oder dem Leser (durch höhere Buchpreise) in die Tasche greifen.

Gemessen an dem, was in dieser Zeitung diesbezüglich schon zu lesen war, zumindest ein diskussionswürdiger Ansatz. Man kann das so sehen.

Für mich laufen die eigentlichen Konfliktlinien jedoch woanders. Dort nämlich, wo sie mittlerweile überall in diesem Land liegen, zwischen den vergleichsweise großzügig abgesicherten Angestellten und den flexiblen Freien (Stichwort Leiharbeit).

Als Angehörigem einer privilegierten Kaste ist Müller das nicht einmal der Erwähnung wert, denn es beträfe dann ja auch ihn, und solche Artikel von oben herab gingen ihm dann nicht mehr ganz so locker von der Hand.

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