Sie können es nicht — oder Trash muss man mögen

Filmstart „Tal der Wölfe“: Verkalkuliert bei den Emotionen – taz.de.

So etwas habe ich mir fast schon gedacht: Rundumverriss von „Tal der Wölfe“. Über den Film gab es im Vorfeld ja einige Empörung. Aber bei all diesen Ballerstreifen kann man von einem fest ausgehen: Sie sterben an ihrer eigenen Dämlichkeit — falls man Trash nicht mag.

Denn das Werk erinnert frappant an die Missing-in-Action-Reihe aus den Achtzigern. Größter Unterschied: Der türkische Spezialagent Polat Alemdar hat ein anderes Verhältnis zum Dreck als Colonel James Braddock, der seine Gegner gern als Sumpfmonster attackiert. (Da müssen echte Helden durch.)

Wie anders der stets adrette Alemdar. „Ich werde nicht vor Ihnen niederknien, ich mache mir meinen Anzug nicht schmutzig“, sagt er in der Irak-Folge. Außerdem ist er besser rasiert als Chuck Norris.

Wie auch immer, Pups-Kino mit schlechter Continuity. Aber als Kinogeher mit deutschen Hintergrund habe ich eben früh gelernt, auch die „falschen“ Helden und Schurken zu mögen. Wer sich alles noch einmal ansehen will — hier geht’s in den dunklen Saal.

Trailer Tal der Wölfe.

Trailer Missing in Action.

Ach, Chuck, welcher kleine Junge wollte da nicht Karate lernen? Ich habe mir viele Jahre später, ganze Entzugsnächte lang, sogar deine Total-Gym -Dauerwerbesendung angetan — und war fasziniert. Das Leben kann auch so anders sein, right?

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