Freiherr zu Axolotl–G.

Familie zu Guttenberg: Adel macht Eindruck | Politik | ZEIT ONLINE.

„Und auch wenn sie alles verspielten, es bliebe ihnen immer noch ihr Titel“, schwärmte die Zeit noch vor anderthalb Jahren in diesem herrlich enthusiasmierten Artikel über das so genannte „Adelshaus“ derer zu G.

Wie prophetisch.

Die Frage lautet jetzt nur noch, welcher?

Im Übrigen scheint es notwendig zu sein, einmal darauf hinzuweisen: Es gibt — außer in den Köpfen von geborenen Lakaien, beispielsweise beim ZDF — keinen Adel mehr. Seine Privilegien wurden in der Weimarer Reichsverfassung am 11. August 1919 abgeschafft.

Doch.

Echt.

Kein Adel mehr, kein Gottesgnadentum, keine anderen, keine besonderen, keine besseren Menschen, sondern stinknormale … äh … Promis.

Der Rest ist nichts als Dünkel und Bullshit. Oder vorbestraft wie Otto Graf Lambsdorff, peinlich wie Gloria von TNT oder eben ein mutmaßlicher Betrüger wie unser Freiherr zu Axolotl–G., der, egal, wie die Sache ausgeht, seinen Ruf bereits geroadkillt hat.

Sympathisch aus dem erlauchten Kreis war mir eigentlich nur Stephanie Gräfin von Pfuel, jene kaffeeduftschnüffelnde Schlossbesitzerin aus der TV-Reklame. Was mich damals höchstens und höchlich gewundert hat, war die Annahme der Werber, man müsse solche Leute kennen.

Müssen wir, der stolze Pöbel, die ehrlichen Hombres von der Straße, solche Leute kennen?

Aber wie gesagt: Sonst war sie nett — unbekannterweise.

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