Strahlende Stulle


Lecker Mittag essen mit „Atom-Tost“. Aber dürfen die das? (Screenshot: Atom Tost)

Die SZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von einer türkischen Fastfoodkette mit dem bombigen Namen „Atom Tost“.

Nun ist Atomtoast nicht gleich Atomtest oder gar Atomtod. Egal.

Hinterfragt werden muss: Darf man sich in diesen Zeiten noch so nennen, auch wenn, wie der Geschäftsführer der Firma zu Recht bemerkt, wir alle aus Atomen bestehen? Sollte uns also nicht nur das Wort, sondern auch der Toast im Halse steckenbleiben?

Und sollten wir nicht überhaupt — sicherheitshalber und aus Solidarität mit Japan — auf eigene Atome verzichten? Wer weiß, was bei einem Störfall passiert. „Mein Gehirn käst“, formulierte die große Übersetzerin Erika Fuchs einst — eine nur schwach verklausulierte Umschreibung für Kernschmelze im Cranium!

Die bemühte Fragerei der Zeitung hat natürlich einen Grund: „Die Deutschen reagieren im Moment ziemlich empfindlich auf alles, was sie an Atomkraft erinnert.“

Mag sein. Aber noch empfindlicher reagiere ich auf Medien, die kohortenweise Reporter losschicken, die auf Teufel komm raus hysterisierte Stimmen einfangen, die alle plötzlich „Angst“ haben wollen.

Der Coyote meint dazu: Du bist nicht du, wenn du hungrig bist. Also geh erst mal was essen. Ein Atomtoast käme da gerade recht.

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