Sie gestatten doch?

Google Buchvergleich: Verklage mich doch! – Themen – Feuilleton – FAZ.NET.

Dreiste Rechtsverstöße beginnen oftmals mit den Worten: „Sie gestatten doch?“

Wobei das Häkchen schon gesetzt ist.

Wer dem vorformulierten und lediglich verlautbarten Ansinnen nicht fristgerecht und ausdrücklich widerspricht, hat unwiderruflich zugestimmt — so dachte es sich zumindest die Datenkrake Google, die mit dieser Masche die Bücher der ganzen Welt digitalisieren wollte.

Ungewollt hatten hunderttausende Autoren über Nacht einen Deal mit Google — nur weil Google es wollte. Ein Unding? Come on, in einer Welt des Copy-and-Paste wollt ihr den Sammler der andernfalls verlorenen Schätze nicht gewähren lassen? Hat Google nicht das postindustrielle Recht, ja, geradezu die Pflicht, sich alles zu krallen? Damit es morgen noch — irgendwie — verfügbar ist? Google tut doch nichts Böses, das haben sie selber gesagt.

Aber, oops, die Großen dürfen wohl doch nicht alles, nur weil sie so groß sind. Zumindest wurde das Vorhaben von Google, sich ungefragt so genannte „verwaiste“ Bücher einzuverlieben (und das sind über kurz oder lang die meisten), vorerst gestoppt. Über den nächsten Move dürfen wir gespannt sein. Der Raubzug geht mit Sicherheit weiter.

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