Lektion heute: Gängelung ist gut

Frauenquote für belgische Unternehmen: Die nächsten Nachrücker sind Frauen – taz.de.

Ab 2012 wird die Quote bereits für halbstaatliche Konzerne bindend, wie die Post oder die belgischen Telekom. Die übrigen Großunternehmen haben fünf Jahre, kleine und mittelständige Unternehmen sogar acht Jahre Zeit, um die 30 Prozent zu erreichen.

Nach und nach sollen alle frei werdenden Posten mit Frauen besetzt werden …

Ich glaube zwar nicht, dass mich im Leben noch mal jemand einstellt, aber ich hätte da mal eine Frage: Wenn zunächst alle freiwerdenden Stellen ausschließlich mit Frauen besetzt werden sollen (Bewerbungen von Männern sinnlos!), wäre das nicht wiederum ein Verstoß gegen das Antidiskrimierungsgesetz — um das man so lange gekämpft hat und soooo wichtig fand und das jetzt aber weniger wichtig sein soll?

Okay, es ist kompliziert mit der Verbesserung der Welt. Vor allem dann, wenn im Zuge dieser Verbesserung eine bestimmte Form von Diskriminierung plötzlich gut sein soll anstatt, wie sonst immer, schlecht.

Und das tiefe Problem daran ist wiederum, dass man damit nie wieder aufhören kann.

Bei politischenParteien wird das Problem eklatant, denn dort geht die Weltverbesserung meist von der Führung aus. Und die einfachen Mitglieder sollen es unbedingt als Fortschritt ansehen, wenn sie ans Gängelband genommen werden und in ihrer Wahl plötzlich weniger frei sind? Welche vernünftige Mensch macht so etwas?

Übrigens: Ja, ich habe das Nigeria-Spiel gesehen.

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