Aus dem Off hat keinen Werkcharakter

Streit um Film-Synchronisation – Eigener schöpferischer Akt? – Medien – sueddeutsche.de.

Im Januar erreichte der Übersetzer eines Sachbuchs so vor dem BGH, dass der betroffene Verlag sein Honorar mit einer absatzbezogenen Vergütung verknüpfen musste, um eine angemessene Beteiligung am Bucherfolg zu gewährleisten. Ein Urteil mit Auswirkungen auf die Verlagsszene. Muss sich nun auch die Filmbranche auf ein Musterurteil und unzählige Nachforderungen von Synchronsprecherschauspielern einstellen?

Marcus Off, der aus Überlingen am Bodensee stammt, leitet jedenfalls aus dem Gesetz ab, dass sein Beitrag am Millionenerfolg Fluch der Karibik keinesfalls angemessen vergütet worden sei.

Es folgt eine Auseinandersetzung mit allen Zutaten des berühmten „Übersetzerstreits“, einschließlich Neubesetzung des deutschen Parts von Jack Sparrow und Fan-Empörung.

Inzwischen hat das Berliner Kammergericht geurteilt: Die Leistung eines Synchronsprechers stellt keinen eigenen Beitrag zu einem Film dar, da dieser bei der Synchronisation „bereits fertig gestellt“ sei.

Zumindest bis zur nächsten Runde.

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