Menschen verachtend: Heute sind wir mal die Guten

Na gut, liebe Süddeutsche, du Ausstandverschlankte, es mag dir durchgerutscht sein, immerhin wurde bei dir gestreikt. Mildernde Umstände können wir dir trotzdem nicht zubilligen.

Auch weswegen gestreikt wurde, lassen wir mal außer Acht, aber könnte es sein wegen der menschenverachtenden Bezahlung für deine Mitarbeiter? Es würde passen, weil die Menschenverachtung macht sich bei dir breit.

Denn was mussten wir heute auf deiner Kommentarseite lesen: die Küste vor Somalia sei „piratenversucht“? Piratenverseucht?

Also bitte, wenn wir das wieder gemacht hätten! Ein Wort wie „piratenverseucht“ ist eindeutig menschenverachtend, also Menschen verachtend, insbesondere wenn es sich dabei um schwarze Piraten handelt, mehrfache Familienväter zumeist wie derjenige, dessen gewaltsames Ende die Londoner Krawalle ausgelöst hat.

Nein, das geht so nicht, und endlich bin ich mal ganz bei den Guten — tolles Gefühl! Wenn man das immer haben könnte.

Aber halten wir eines fest: Menschen als Menschen (nicht als Wirtschaftssubjekte, also Umweltvergifter) können keine Gewässer verseuchen — es sei denn, sie dümpeln als Leiche drin.

Oder soll deshalb jetzt die Bundespolizei als Seuchenpolizei auf ausgeflaggten (deutsches Arbeitsrecht verachtenden) Pötten mitfahren, wie du meinst? Um schwarze Piraten abzuknallen, mehrfache Familienväter?

Das wird ja immer schlimmer. Menschenverachtend, kann ich nur sagen. Menschen verachtend!

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