Denkmal des unberühmten Übersetzers

via F.A.Z.-Community.

Der unberühmte Übersetzer: Zum Tod des Philologen Dietrich Ebener

von Uwe Walter

[…] Auch wenn er nicht zu den bekannten „Großen“ seines Faches gehörte – durch die Produkte seiner vornehmlichen Beschäftigung wird auch der Philologe Dietrich Ebener auf absehbare Zeit zumindest dem Namen nach gegenwärtig bleiben. Sein Tod am 13. Juli 2011 im 92. Lebensjahr markiert in diesem Sinne ein beinahe zufälliges Datum und kann deshalb an dieser Stelle auch sehr verspätet Anlaß eines kurzen Gedenkens sein …

Denn das ist alles, was du je erwarten kannst. Ich frage mich, ob man einen Nachruf noch lieb- und gedankenloser formulieren kann. Breaks my heart.

[…] In Nachworten, Vorträgen, Aufsätzen und Werkstattberichten legte Ebener seine Grundsätze offen. Zwischen den beiden Extremen einer ausgangssprachlichen Übersetzung (Modell: Schleiermachers Platon) und einer Orientierung an der Zielsprache (Luthers Bibelübertragung) oder, bezogen auf antike Dramen, zwischen dem eher dokumentarischen Übersetzen eines Wolfgang Schadewaldt und dem ‘wirkungsgetreuen“ eines Rudolf Schottlaender suchte er den bestmöglichen Weg, philologische Genauigkeit und Lesbarkeit – die bei Dramen auch immer Sprechbarkeit bedeutet – miteinander zu verbinden …

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