Wie man auf einem Kadaver Platz nimmt

Die Sendung Kulturzeit wird bei uns eigentlich nur zum Ablästern geguckt. Bei den zahlreichen Versprechern von Frau Mendelsohn und Herrn Grandits, hervorgerufen durch verschwurbelte Hypotaxen mit aufgeblasenem Aussagewert, gibt es jedesmal ein großes Hallo, und Kissen fliegen Richtung Mattscheibe. Und seit vielen Jahren schon wird Blödsinn in diesem Haus in Scobel gemessen.

Doch, ja, wir gestehen Kulturmenschen und Intellektuellen in diesem Land jeden Quatsch zu. Er muss wohl sein, es geht nicht ohne, sie brauchen diese Bühne, was sollen sie denn sonst tun?

Aber manchmal wird es richtig eklig in Kulturzeit.

Etwa als es Tina Mendelsohn irgendwie spaßig fand, dass Salman Rushdie nicht persönlich zu einer satanischen Premiere in Berlin erscheinen konnte — aus verständlichem Grund, zwinker, höhöhö …

Oder wie gestern Abend, als sich Roger Willemsen zu 9/11 äußerte. Warum können diese Leute nicht einfach mal die Schnauze halten?

Weiß Gott, ich mag Tiervergleiche nicht, nicht in normalen Debatten. Aber manchmal fällt der Verzicht schwer. Wie auch immer, ich mache so etwas nicht. Auch in dem YouTube-Video ist die Kommentarfunktion deaktiviert. Vielleicht ganz gut so.

Wer es sich antun will, bitteschön. Man kann etwas lernen dabei. Nämlich wie man auf einem Kadaver Platz nimmt und sich, grinsend vor Wichtigkeit, darauf breit macht. Is this dirty or what?

(Quelle: YouTube)

Ein Kommentar zu „Wie man auf einem Kadaver Platz nimmt

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