Schmerzliche Abwesenheit

Männern fällt der Absturz ins virtuelle Klo von jeher leichter ... (Foto: kallejipp / photocase.com)

LONDON taz | „Wir brauchen mehr Frauen in Videospielen“, lautete die Überschrift des Games Blogs der britischen Tageszeitung The Guardian vor einiger Zeit. Blogger Jacob Aron beklagte die schmerzliche Abwesenheit von weiblichen Videospielcharakteren von denen 85 Prozent immer noch männlich seien.

via Frauen und Computerspiele: Die verheimlichte Revolution – taz.de.

Skandal: 85 Prozent männlich! Frauen wollen die anderen 85.

Mittlerweile liebe ich solche beknackten Artikel, denn sie gleichen dem yogischen Fliegen. Hier hopst sich ein überkandidelter Feminismus ganz allmählich ins Reich des Wahnsinns und fühlt sich blendend dabei — und so leicht.

Alle anderen fassen sich nur noch an den Kopf.

Es ist wie bei der Piratenpartei: kaum Frauen drin, und die wenigen, die drin sind, stehlen den Männern die Schau.

Aber statt jetzt spontan nach einer Quote zu schreien: merkt eigentlich kein Mensch, dass es für die Frauen spricht, wenn sie diesem Spackenverein bislang nicht in größerer Zahl beigetreten sind und dass mehr Frauen in der Piratenpartei kein wünschenswerter Zustand wäre, weil frau in derselben Zeit auch etwas Sinnvolles machen kann? Könnte es bei Computerspielen nicht ähnlich sein?

Immerhin soll es Leute geben, die Games insgesamt für zu doof und also reine Zeitverschwendung halten. Ich meine, hat jemand mal die Luschis und Mall-Ratten beobachtet, die im Elektromarkt immer in der Spieleabteilung herumhängen?

Und abgesehen davon: Wie viel ist eine Lara Croft gegenüber all den Grand-Theft-Nobodys wert? Same difference — sagt der Barista.

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