Sollte er denn zu Deutschland gehören?

Die Frage entwickelt sich allmählich zum dominanten Toleranz-Dilemma-Integrations-Fettnapf-Lackmustest: Gehört der Islam zu Deutschland? Das Prekäre an dieser Frage ist, dass sie offenbar faktisch nicht geklärt werden kann, weil Fakten längst ihre Relevanz verloren haben und stattdessen Standpunkte gefragt sind, also Ideologie, also der nackte Glaube an etwas. Was bei einem religiösen Thema auch irgendwie angemessen ist, wenngleich nicht sonderlich intelligent.

Bei so viel Aufregung hier wie dort klingt die faktische Antwort dagegen beinahe langweilig. Nein, der Islam gehört natürlich nicht zu Deutschland. Gehörte noch nie. Allein eine solche Frage … ist eigentlich schon die Antwort — falls man sie überhaupt hören will.

Aber da jetzt Standpunkte gefragt sind, fände ich eine andere Frage ohnehin interessanter: Sollte er denn zu Deutschland gehören, der Islam?

Meine Antwort: Aber immer. Also ein ein klares Ja. Ja, der Islam sollte endlich zu Deutschland gehören. Etwa so, wie auch auch Scientology zu Deutschland gehört, als abschreckendes Beispiel für eine totalitäre Ideologie und dankbares Thema für investigative Journalisten und … ähm … kleine islamophobe Blogger wie den Coyoten, so don’t even ask.

Aber eigentlich wollte ich heute darüber gar nicht schreiben, sondern bloß diesen Link setzen. Cora-Stephan stellt die I-Frage nämlich wieder etwas anders. Auch interessant. Mal sehen, wie viele Fragewörter noch kommen.

Cora Stephan: Wozu braucht Deutschland den Islam?.

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