Neue Gurkenverordnung

Intelligenter Artikel über ein mir unerklärliches, grünentypisches Phänomen, das Verständnis für Scheiß aller Art: Eva Quistorp: Wider die postmoderne Religionspolitik.

Auch starke Jungs brauchen ab und zu einen Beschützer. (Quelle: http://www.exmuslime.at)

Man muss ja nicht gleich vom „Verrat“ der Linken an ihren eigenen humanistischen Ideen sprechen, aber vielleicht sollte man bei den Grünen die EU-Gurkenverordnung  wieder einführen. Wer sich allzu sehr verbiegt, fliegt raus. Denn sobald irgendwo auch nur entfernt „Migrant“ oder „Integration“ draufsteht, ist bei der ehemaligen Bürgerrechtspartei vieles erlaubt, was sie anderswo heftig kritisieren würde.

Und überhaupt, warum fällt es uns eigentlich so schwer, wenigstens den hartleibigsten Religionen richtig in den Arsch zu treten, statt, wie in jeder einschlägigen Talkrunde zu besichtigen, vor ihrer vermeintlichen Heiligkeit zu erschauern? Der Respekt, den sie (meist nur für sich und ihresgleichen) reklamieren, ist objektiv vollkommen unverdient.

Insofern finde auch alles gut, was ihren lädierten Ruf weiter beschädigt. Erst recht würde ich es begrüßen, wenn es zunächst einmal gegen jemanden spräche, sobald er sich als gläubiger Mensch outet. Etwa weil gläubige Menschen vollkommen unberechenbar sind. Weil bei gläubigen Menschen alles, wirklich alles passieren kann. Und weil gläubige Menschen so tun, als sei ihre Gläubigkeit jetzt unser Problem. Ist es nicht.

Jede Wette, die dreiste Sitte, eigentlich eine Überrumpelungsstrategie, gehörte bald der Vergangenheit an und man man könnte wieder vernünftig reden?

3 Kommentare zu „Neue Gurkenverordnung

  1. Eva Quistorp (Theologin) hat auf Jacques Auvergne (Sozialarbeiter) geantwortet, heute nachmittag. Beschneiden will die Theologin das betäubte männliche Kind nach wie vor, hier zwei Zitate aus ihrer Begründung; alle Denk- und Rechtschreibfehler sind geistiges Eigentum der Pazifistin und Feministin. Auch ich habe mich eingemischt.

    Quistorp: „Wenn ich es als wohl schwer zu ändernden Fakt aus verschiedenen Grünen anerkenne, dass wohl bei der Lage der Debatte und der Aufregung des Zentralrates der Juden und der Muslime, die mit SChlagworten wie Vertreiben und Verbieten Panikmache gemacht haben,das KÖlner Urteil nicht zu bundesweitem Recht werden wird ,habe ich nur eine Realität beschrieben und mir das nicht gewünscht. … Ich glaube, das judentum hat in seiner prophetischen udn liberalen Tradition mehr zu bieten als die bisherige BEschneidungsdebatte und der ISlam mit IBn Rushd und ABu Zaid mehr als KOpftuch, Burka, Beschneidungszwänge und gar SCharia in Europa“

    http://schariagegner.wordpress.com/uber/#comment-1900

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    Eva Quistorp (August 23, 2012 um 3:27 nachmittags, kommentiert auf dem Blog Schariagegner) windet sich wie ein Aal – und hat schon wieder nicht gesagt, dass sie die rituelle Vorhautamputation nicht will. Sie ist unsachlich genug, dem Sozialpädagogen Jacques Auvergne öffentlich zu unterstellen, ihren Beitrag falsch gelesen zu haben, entkräftet dessen prinzipiell beschneidungsgegnerische Argumente aber mit keiner Silbe.

    Theologin Quistorp verbreitet vielmehr einen amorphen Wortschwall aus irgendwelchem reformerischen Potential in den Hochreligionen verwirbelt mit irgendwie bedauernswerten bundesdeutschen Sachzwängen, implizit und wenig zufällig gipfelnd im sinngemäßen Fazit: „An einer Legalisierung der Jungenbeschneidung kommt die BRD nicht vorbei!“ Wie öffentlichg bekannt billigt Quistorp auch heute die nicht medizinisch indizierte Beschneidung. Und nichts anderes hat der pazifistische Sozialpädagoge und Beschneidungskritiker der pazifistischen Theologin und Beschneidungsfreundin vorgeworfen.

    Die beschneidungsbegünstigende Feministin könnte jetzt entweder so ehrlich sein, wiederholt sinngemäß: „Ja, ich will die MGM, aber nur mit Betäubung!“ zu sagen, das ist schließlich die nachweisbare Essenz ihres Essays Wider die postmoderne Religionspolitik, oder aber müsste endlich die Seite wechseln und öffentlich dafür eintreten, dass es in der kulturellen Moderne kein Elternrecht auf operative Mutilation des Kindergenitals gibt, aber eine Pflicht des Staates, dem Kind ein Selbstverständnis, Körperwahrnehmen und Sexualitätserfahren mit unversehrten eigenen Genitalien zu ermöglichen.

    Vielleicht um Halacha und Scharia zu entsprechen oder um Halacha und Scharia nicht zu widersprechen weicht Quistorp hingegen aus; wie eingangs gesagt: sie windet sich wie ein Aal. Das ist argumentativ unredlich und für mich als Naturschützer, Pazifist und Jungenarbeiter, der einmal geglaubt hat, sich in der Partei der GRÜNEN wieder zu finden, ziemlich enttäuschend.

    Immerhin ist klar, wer hier die Debatte zwischen dem Sozialpädagogen und der Theologin zum Thema Beschneidung gewonnen hat – argumentativ, ethisch und vielleicht schon bald ja auch juristisch.

    Cees van der Duin

    ::

  2. Kaum zu glauben aber wahr: Pazifistin Quistorp für Beschneidung von kleinen Jungs (Eva Quistorp: Wider die postmoderne Religionspolitik). „Circumcision – Legalize it“ jubeln die entgrenzt toleranten Multikulturellen. Nach der körperlichen Unversehrtheit des Kindes zu fragen ist da nicht mehr so wichtig, der interreligiöse Dialog darf nicht gestört werden.

    Zum Thema der bei Begeisterung vor dem Authentischen und Archaischen … ethisch allmählich in der Bronzezeit oder sogar Steinzeit angelangten politischen Linken lese man

    Wenig paradiesisch: Eva und die Vorhaut
    Von Jacques Auvergne am 08.08.2012

    http://eifelginster.wordpress.com/2012/08/08/298/

    1. Petition gegen Beschneidung
      20. Juli 2012

      Text der Petition

      Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Personensorgeberechtigten jede rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen (Zirkumzision) oder eines Mädchens (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) im Hinblick auf die Verwirklichung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen Volljährigkeit zu untersagen. Um dem Individuum die Option auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und mit der Option auf eine selbstgeschriebene Biographie zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, ob eine lebenslange Sexualität mit oder ohne Präputium (Junge) oder Klitorisvorhaut (Mädchen) verwirklicht wird, möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen:

      § 1631d
      Verbot der rituellen Genitalmutilation

      Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

      http://eifelginster.wordpress.com/2012/07/21/297/

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