Deutschland-Achter

FOCUS Online über das immerwährende Rudern im braunen Sumpf

Jetzt dachte ich schon, die finden keinen mehr, aber nach einem Wagner-Sänger und einer Ruderin des Deutschland-Achters wurde es langsam Zeit, für Nazi-Nachschub zu sorgen.

Apropos Deutschland-Achter. Bevor wir jetzt wieder zur Tagesordnung übergehen, sollten wir fragen, ob man so etwas wie „Deutschland-Achter“ überhaupt noch sagen darf, es klingt doch arg rassistisch-exkludierend. Bunter Achter oder gar „Alle Neune“ (barrierefrei) fände ich persönlich besser.

Und überhaupt, ist Rudern als Mannschaftssport nicht grundsätzlich demokratiefeindlich und daher abzulehnen? Immerhin sind die die meisten Ruderer und Ruderinnen mit Absicht verkehrt herum platziert, werden also bewusst in Unwissenheit gehalten und haben nur eine ungefähre Vorstellung davon, in welche Richtung die Fahrt geht. Dazu kommt, dass sie immer auf das Kommando des Schlagmanns (!) hören müssen, ohne dass je etwas ausdiskutiert wird. Allein strammstehen geht in so einem Boot nicht, denn dann kippt es um.

Na, vielleicht bei der nächsten Olympiade.

Vorerst jedoch freuen wir uns über die neueste Nazibraut der Woche, eine kleine Radiomoderatorin bei dem Dudelsender, der immer im Sportstudio läuft. Ganz besonders freuen wir uns über die vielen, vielen Schlagzeilen und die vielen, vielen Verteidiger von Demokratie und Freiheit. Was kann jetzt noch schiefgehen? Die fragliche Moderatorin wird selbstredend sofort frei gestellt, bei ihr macht sozusagen die Nicht-Arbeit frei, aber das geschieht ihr nur recht, das hat sie davon, jedem das Seine, jeder das Ihre — oops, sorry! Derweil dürfen die Verantwortlichen bekanntgeben: „Die Äußerung war raus, es war nichts mehr zu retten … Der Sender engagiert sich schon lange gegen Rechts.“

Und ich stehe im Stau auf dem Mittleren Ring, aber der Zeitgewinn ist mir recht, denn ich muss zum Zahnarzt. Im Radio meines politisch korrekten Radiosenders läuft eine Sendung über Eugen Kogon. (Wissen alle noch, wer das war?) Der hatte einst postuliert, es gebe durchaus …

… durchaus so etwas wie ein Recht auf Irrtum. Und er hatte am eigenen Leib erfahren, wie sehr sich Menschen irren können.

My o my … warum geht es mir eigentlich immer öfter wie Michael Douglas in Falling Down? Der kam auch immer auf ein und dieselbe Frage zurück: „Kann mir jemand sagen, was daran nicht stimmt?“

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