„So wie es einmal das Griechische war …

… dem die deutsche Sprache ihre schönsten Dichtungen verdankt“, so hat sich auch der Walser noch nie gescheut, uns mit seinen Privatmeinungen zu beorgeln. Diesmal holt er die dicke Griechenland-Keule raus. Ein liebender Mann also, kein denkender. Schließlich hat der Grass ebenfalls schon ein Hellas-Poem verfasst, da mag man als mahnende Braue vom Bodensee nicht zurückstehen. Daher das Ganze von vorn.

Die Argumentation ist übrigens ähnlich, ähnlich witzig. Weil Nietzsche neben Hölderlin „der griechischste deutsche Schriftsteller“ gewesen sein soll, also in Wirklichkeit ein Pleitegrieche mit deutschem Provinzkaffhintergrund, deshalb, meint Walser, deshalb bräuchten wir jetzt ganz dringend den ESM. Im Ernst? Das ist ja fruchtbar, das hat ja geradezu … handtkesches Format! Bloß dass der Handke weniger die Griechen als die Serben so toll fand.

Trotzdem, Leute, nicht aufregen. Der meint das nicht wirklich so. Der will nur Werbung für sein neues Buch machen — wie hieß es doch gleich? O verschusselte Mnemosyne, Göttin der Erinnerung, hilf! Wie hieß es, das Buch?

Hab ich vergessen.

 

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