Irres Gedenken

Die taz über die abgesägte Friedenseiche von Lichtenhagen

Warum, oh warum musste denn gerade eine Eiche gepflanzt werden? Hätte es nicht eine Trauerweide getan? Die Seitenzweige von ebendieser wachsen in sogenannter Trauerform und hätten die Scham und das Entsetzen über die Geschehnisse vor 20 Jahren in Rostock-Lichtenhagen definitiv besser zum Ausdruck gebracht als die stolze Deutsche Eiche.

Komisch, ich hatte auch befürchtet, dass der kleinen Eiche etwas passiert. Aber diese Geschichte und der begleitende Artikel sind einfach zu irre. Nüscht für unjut, wenn ich die Satire übersehen habe, aber ich kann beim besten Willen nichts entdecken.

Vielleicht findet sich ja ein Kompromiss — irgendwo zwischen Eiche und Trauerweide. Mein Vorschlag: Nehmt das nächste Mal Münchner Kastanien. Die sind nicht solche Hänger wie die Trauerweide, haben jedoch alle die Miniermotte und leisten daher schon im August hervorragende Trauerarbeit. Einziges Problem: Die Blätter werden braun.

Schon gut, ich nehme alles zurück: Das geht gar nicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s