Faut pas se moquer!

Faut pas se moquer — das ist Französisch und heißt „Jetzt nicht lachen!“
Denn die Pariser Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo gießt trotz eindringlicher Warnungen wieder so viel Öl ins Feuer, dass dem zuständigen  Redakteur von Spiegel Online glatt die R-Taste hängenbliebt.

Charlie Hebdo: Pariser Satire-Zeitung zeigt Muslim-Karrikaturen – SPIEGEL ONLINE.

Und Karri-katuren ist, wenn sich jemand an den Karren gepisst fühlen könnte — beispielsweise durch diese Zeichnung. Wenn das keine todeswürdige Beleidigung darstellt!

Und prompt sind also wieder religiöse Gefühle verletzt? Tja, nicht mein Problem, ich habe keine. Aber wenn religlöse Gefühle haupsächlich dafür da sind, verletzt zu tun, dann sollte man sie nicht warten lassen. Im Gegenteil, ich fände es gut, wenn religiöse Gefühle und deren biologischen Wirte noch viel öfter der Lächerlichkeit preisgegeben würden. Das stellt auf erfrischende Weise die Normalität wieder her und ist daher auch eine anerkannte Methode in der Verhaltenstherapie: Desensibilisierung.

Und allemal gesünder als diese Selbstbezichtigungsorgien, wie sie derzeit auf allen Kanälen laufen, mit dem Tenor „O Gott, was haben wir (der Westen) bloß wieder falsch gemacht?“

Für mich zeigt daher die öffentliche Auseinandersetzung um ein Verbot dieses hirnrissigen YouTube-Streifens vor allem, wie sehr die Islam-Gestörten bereits unsere Denk- und Verhaltensweisen verändert haben. Terror wirkt, selbst wenn er irgendwo im Nahen Osten stattfindet. Er enthält eine Botschaft: „Ihr seid gewarnt.“

Mittlerweile dämmert es selbst einigen Grünen: Wie konnte es so weit kommen? Das war doch einmal ein freies Land. Haben wir eigentlich nichts Besseres zu tun, als die Befindlichkeiten von Fehlgesteuerten zu diskutieren — weil die sonst böse werden könnten? Waren da nicht noch solche Petitessen wie die Eurokrise und der Armutsbericht und so?

Okay, wenn man Irre ernst nimmt wie in der Vergangenheit, kriegt man natürlich erst einmal eine positive Resonanz — gesetzt den Fall, man betrachtet die Genugtuung von Irren als etwas Positives. Aber man kriegt auch die Situation, die wir heute haben.

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