Analysten raten zur Vorsicht: Islamisten immer knauseriger

Im Welt-am-Sonntag-Interview plädiert Guido Westerwelle dafür, von weiteren Mohammed-Karikaturen abzusehen. „Manchmal lautet die Frage nicht, ob man etwas tun darf. Sondern ob man etwas tun sollte“, säuselt der Außenminister mit der Nerd-Brille, als wüsste er etwas, das wir nicht wissen.

Stimmt. Er hat recht. Denn Produkte wie Mohammed-Karikaturen und Schmähfilme lohnen sich immer seltener. Gestern wurde bekannt, dass ein pakistanisches Regierungsmitglied für die Ermordung des Innocence-of-Muslims-Regisseurs 100.000 Tacken ausgelobt hat. Zum Glück wenigstens in Dollar und nicht in der Paki-Schrottwährung Rupie. Pakistan ist das Griechenland Asiens.

Trotzdem, 100.000 Dollar? Wie schäbig ist das denn? Kein Mohammed-Beleidiger, der auf sich hält, steht dafür morgens auf.

Darf ich diesen Pfennigficker daran erinnern, dass Teheran das Kopfgeld für Salman Rushdie erst kürzlich um eine halbe Mio auf 3,3 Millionen erhöht hat? Und für Atomwaffen ist doch auch Geld da.

Klar, an weiße Schmähkünstler kommt auch Rushdie nicht heran, das versteht sich von selbst. Der dänische Zeichner Kurt Westergaard und Kollegen war moslemischen Kopfsammlern nicht weniger als 11 Millionen wert. Na, so ein Angebot hört sich schon anders an, oder? Now we are talking.

Aber ach du Scheiße, wenn da nicht gleich das nächste Problem lauert. Werden Mohammed-Disser mit Migrationshintergrund etwa benachteiligt, gar diskriminiert? Haben sie nicht einmal auf dem großen Markt der mordlustigen Irren und Idioten dieselben Kurschancen wie ihre autochthonen Brüder? Was sagt der Fortschrittsbericht?

Man kann es natürlich auch anders sehen, nämlich als völlig normale Marktreaktion. Sobald immer mehr Anbieter von Mohammed-Schmähungen (mittlerweile gibt es sogar T-Shirts) in dieses Geschäft drängen, sinkt natürlich der Preis. Das ist zwar gut für den Verbraucher, aber schlecht für die Produzenten. Und zu allem Unglück kommt noch so ein Finanzjongleur wie Günter Wallraff und heizt die Stimmung auf der Angebotsseite zusätzlich an. Echt, eine Meisterleistung, so kann man den Markt auch kaputtmachen. Doch seit wann verstehen die Sozen was von Geld?

Nee, da hat der Guido schon recht. Profis sehen die Mohammed-Blase längst als geplatzt. Und liebe Titanic, bitte jetzt kein Titelbild daraus machen, okay? Das ist nicht lustig.

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