Vier Wochen im 16. Stock

Angekettete Computer, Rauchverbot, Passwort-Wahnsinn, strafbewehrte Verschwiegenheitsklauseln: Allmählich sickern die paranoiden Arbeitsbedingungen durch, welche die Übersetzerinnen Susanne Aeckerle und Marion Balkenhol für den neuen Rowling-Roman Ein plötzlicher Todesfall hinnehmen mussten.

Es ist irgendwas zwischen Agenthriller und Nachsitzen — und beinahe selber einen Roman wert.

Natürlich wünsche ich keinem Kollegen etwas Schlechtes, aber solche Verlage und solche Autorinnen haben jeden Misserfolg verdient.

Hier: Interview mit der Übersetzerin Susanne Aeckerle im Deutschlandradio Kultur.
Hier: Interview in der Welt.

Natürlich geht es auch noch schlimmer. Zum Beispiel wenn durchgeknallte Bewunderer die Herrschaft über den Schreiber an sich reißen. Stephen King hat diese üble Konstellation einmal in einem Roman verarbeitet: Misery.

Könnte man also sagen, die beiden Übersetzerinnen waren lediglich in der Hand „ihres größten Fans“, J.K. Rowling? Horror!

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