Klar bin ich islamophob

Heute stand es schon wieder in der SZ: Wenn sich moslemische Fusselfressen in den Heiligen Krieg aufmachen, um Ungläubigen die Kehle durchzuschneiden, dann tun sie das, weil sie sich „ausgegrenzt“ oder „nicht angenommen“ oder „nicht zugehörig“ fühlen. Das ewige Mantra.

Dabei haben wir doch alles getan. Deeskalation, Sitzkreis, ganz viel Zuhören und so. Frau Käßmann wollte mit Taliban beten. Und Frau Fahimi von SPD fand gar, die Bezeichnung „radikal-islamisch“ könne hier lebende Moslems beleidigen, und dann fühlten diese sich abermals ganz derbe ausgegrenzt und müssten erst recht Ungläubige umbringen und wir, logisch, wir wären schuld.

Also erst einmal: Wenn ich Taliban wäre oder ein gestandener IS-Schlächter …

… dann wäre ich jetzt stinksauer. Wie??? Was meint die ungläubige Schlampe? Will mit echten Glaubenskriegern, Kerlen also, beten, eine Frau??? Schon mal in einer Moschee gewesen? Letzte Woche noch wäre Gelegenheit dazu gewesen. Wozu haben wir eigentlich den deutschen Nationalfeiertag gekapert? Kommt und seht! Wohl noch nie von Geschlechtertrennung gehört? Oder warum sagt diese SPD-Tante, wir wären nicht radikal islamisch? Wer, wenn nicht wir? Wie islamisch hätte sie es denn gern?

Insofern: mutig.

Aber ich gebe zu, es könnte zutreffen, das mit dem Ausgegrenztsein. Wer ständig eine primitive totalitäre Ideologie vor sich herträgt, die seit 1400 Jahren die Welt in Gläubige und Ungläubige oder wahlweise in das „Haus des Friedens“ und das „Haus des Krieges“ unterteilt (Letzteres sind wir), wer seit Generationen in keiner freien Gesellschaft wirklich ankommt, der wird, da lege ich mich fest, zu Recht ausgegrenzt. Ihr Gefühl trügt sie nicht: Sie sind hier nicht willkommen.

Denn ich will solche Meldungen nicht mehr (hier angucken),  sie scheinen völlig normal geworden zu sein und gehen entsprechend schnell unter. Schon mal überlegt, wie sich ein junger Autor fühlt, der wegen seiner Gedichte dutzende Morddrohungen erhält? Da ist Polizeischutz „angesagt“, wie der BR apart formulierte. Und das nicht in irgendeinem islamischen Höllenloch, sondern mitten in Europa. Aber es hat mit der Anwesenheit von zu Recht ausgegrenzten Leuten zu tun. Ich meine, Neonazis grenzen wir ja auch aus.

Und die ganze Wahrheit steht eh auf der Achse.

Das Buch von Yahya Hassan ist übrigens wirklich gut. Es schreit einen an, und das liegt nicht nur an der durchgehenden Großschreibung.

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