Verschweigen, was hier passiert ist

Warum kann ich diese selbstgerechten Hamstervisagen eigentlich nicht mehr ertragen? Noch gestern Abend tönte der Prantl (im Verein mit Frau Kraft) in der Sendung hart aber fair: „Kein seriöses Medium verschweigt, was hier passiert ist?“

Keines? Die Herren von der Presse haben nicht lange gebraucht, um ihre Fassung wiederzugewinnen.

Und heute morgen stand es schon wieder (oder wieder nicht) in der Süddeutschen.

Es sind diese kleinen Meldungen aus dem Lokalteil, die mich so empören, und in denen ungerührt weiter verschleiert wird, als sei es das Normalste von der Welt. Vielleicht ist es das sogar — mittlerweile.

Erfahrene Zeitungsleser wissen längst, was zu tun ist, wenn einem irgendetwas komisch vorkommt: Woanders gegenchecken, zum Beispiel bei Welt online.

Es ist dann wie in dem Spiel Entdecke den Unterschied. Nur dass es nicht besonders komisch ist. Kleiner Tipp: Die Täter sind noch nicht lange in unserem Land, werden aber „bleiben“. Und Deutschland wird sich verändern. Was aber nur gut ist, wenn man der SZ glauben darf. Darf man, wirklich?

Nur eines ist auch sicher: Die beiden betroffenen Mädchen werden, wenn überhaupt, für lange, lange Zeit nicht mehr ohne Angst ins Michaelibad gehen. Und siehe da, schon hat sich Deutschland wieder ein kleines bisschen verändert. Was aber wie gesagt gut ist.

Oder?

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